ASERCOM hat die vierte Überarbeitung seines Leitfadens „Components for Systems Using Flammable Refrigerants“ veröffentlicht. Dieser enthält Hinweise zu Komponentenanforderungen und Anwendungen in Dampfkompressionssystemen mit brennbaren Kältemitteln im Rahmen europäischer RACHP-Normen. Die aktuelle Überarbeitung ist auf Oktober 2026 datiert.
Der Leitfaden behandelt Ventile, Wärmeübertrager, Verdichter sowie weitere mechanische, elektronische und elektromechanische Regel- und Steuereinrichtungen für Systeme, die in nicht explosionsgefährdeten Bereichen beziehungsweise Nicht-ATEX-Bereichen betrieben werden. Er befasst sich mit EN-Sicherheitsnormen, Risikobewertung, Komponentenanforderungen, ATEX und der Pressure Equipment Directive (PED) sowie mit Komponenten, die als Minderungsmaßnahmen eingesetzt werden.
Laut ASERCOM können Systeme mit brennbaren Kältemitteln Komponenten verwenden, die für das jeweilige Kältemittel qualifiziert sind. Komponentenhersteller müssen dabei die Anwendungsbereiche und gegebenenfalls Zulassungen wie ATEX angeben. Der Systemhersteller bleibt dafür verantwortlich, ein sicheres System zu konzipieren und sicherzustellen, dass es gemäß den geltenden Sicherheitsnormen und lokalen Vorschriften ausgelegt, installiert und gewartet wird.
Der Leitfaden behandelt außerdem Komponenten für Minderungsmaßnahmen, die dazu bestimmt sind, brennbare Atmosphären zu erkennen und einzudämmen, bevor diese in Aufenthaltsbereichen oder Maschinenräumen die untere Explosionsgrenze (LFL) erreichen. Beispiele hierfür sind Absperrventile, Gasdetektoren, Lüftungsventilatoren und Umluftventilatoren.
Acht Anhänge enthalten weitere Hinweise, darunter Anwendungsbeispiele für einen R290-Kaltwassersatz, Split- und Multi-Split-Klimaanlagen, ein in sich geschlossenes Gewerbekältegerät, einen entfernt aufgestellten Verflüssigungssatz, ein kanalgebundenes Dachgerät und ein belüftetes Gehäuse. Weitere Anhänge erläutern die ATEX-Richtlinien und die Anforderungen der PED.








