Vahterus hat Combined+ vorgestellt, eine Verdampferlösung, die überflutete Verdampfung, Tropfenabscheidung und Sauggasüberhitzung in einem einzigen Mantel integriert. Das Design reduziert den Platzbedarf bei der Installation und den Rohrleitungsaufwand, während die Effizienzvorteile der überfluteten Verdampfung erhalten bleiben. Die Lösung ist für Industriekälte- und Wärmepumpensysteme mit natürlichen Kältemitteln vorgesehen, darunter Ammoniak (NH3), Kohlendioxid (CO2) und Kohlenwasserstoffe.
Combined+ umfasst zwei separate Wärmeübertragungsbereiche. Im Primärbereich verdampft flüssiges Kältemittel, wobei der Flüssigkeitsstand oberhalb der Hauptwärmeübertragungsfläche gehalten wird, um einen effizienten und stabilen Betrieb zu gewährleisten. Der Sekundärbereich fungiert als Überhitzer und erhöht die Temperatur des gesättigten Sauggases, bevor es in den Verdichter eintritt. Diese Anordnung trägt dazu bei, bei Anfahrvorgängen, im Teillastbetrieb und unter Bedingungen, bei denen Kondensation in der Saugleitung auftreten kann, trockenes Sauggas sicherzustellen.
In Wärmepumpenanwendungen kann der integrierte Überhitzer eine externe Wärmequelle oder Hochdruckkondensat nutzen, das dabei unterkühlt wird. Laut Vahterus führt die Nutzung von heißem Kondensat als Wärmequelle typischerweise zu einem COP-neutralen Betrieb. Das Unternehmen empfiehlt, für zusätzliche betriebliche Flexibilität eine Kondensat-Bypassoption vorzusehen.
Combined+ ist für die Vahterus Combined-Verdampfermodelle 5/3, 6/4, 7/5, 8/6, 9/7 und 14/9 erhältlich. Bei ausgewählten Anwendungen können auch größere Mantelgrößen eingesetzt werden, um die Überhitzungsleistung zu steigern und spezifische Systemanforderungen zu erfüllen.
Die Druck- und Temperaturauslegungswerte des Mantels entsprechen weiterhin denen der standardmäßigen Vahterus Combined-Ausführungen. Der integrierte Überhitzer ist mit Auslegungsdrücken von 16, 25, 40 oder 60 barg (etwa 232, 363, 580 oder 870 psig) erhältlich, höhere Druckstufen sind auf Anfrage verfügbar. Seine Druckstufe kann unabhängig vom Auslegungsdruck des Mantels und des Plattenpakets festgelegt werden, was Flexibilität bei der Systemkonfiguration ermöglicht.









