Hitachi Vantara hat in seinem Rechenzentrum in den Niederlanden ein vom niederländischen Unternehmen Duraflow entwickeltes Wärmemanagementsystem mit Phasenwechselmaterial (PCM) installiert. Die Anlage, die als eine der weltweit größten in Betrieb befindlichen PCM-Installationen bezeichnet wird, soll den Stromverbrauch für die Kühlung senken und einen größeren Teil der vorhandenen elektrischen Leistung des Standorts für KI- und Rechenlasten verfügbar machen.
Das System stellt über zwei PCM-Einheiten mit jeweils 120 kW (ca. 409.000 BTU/h) eine Kühlleistung von 240 kW (ca. 819.000 BTU/h) bereit. Den Daten aus der Betriebsüberwachung zufolge verbrauchen die Einheiten abhängig von den Betriebsbedingungen zusammen 5–8 kW Strom. Im Vergleich dazu würde ein konventionelles Direktverdampfungs-Kühlsystem (DX) mit derselben Leistung schätzungsweise 60–80 kW Verdichterleistung benötigen.
Die PCM-Technologie von Duraflow nimmt in Zeiten des Spitzenbedarfs Wärmeenergie auf und gibt sie bei sinkendem Bedarf kontrolliert wieder ab. Das System benötigt kein Wasser zur Kühlung und kann den mit dem Wärmemanagement verbundenen Stromverbrauch je nach Anwendung um bis zu 90 % senken.
Die Installation trägt den Einschränkungen bei der verfügbaren elektrischen Leistung Rechnung, während die Nachfrage nach hochverdichteter Rechenleistung und KI-Infrastruktur steigt. Durch die Senkung des Stromverbrauchs für das Wärmemanagement will Hitachi Vantara einen größeren Anteil seiner bestehenden Stromversorgung für den Rechenbetrieb einsetzen, ohne zusätzliche Netzkapazität zu benötigen.
„Dieses Projekt begann mit einer sehr praktischen Herausforderung: Wie können wir unsere Rechenkapazität ausbauen, wenn der Zugang zu zusätzlicher elektrischer Energie begrenzt ist?“, sagte Simon Ninan, Senior Vice President of Business Strategy bei Hitachi Vantara. „Uns wurde klar, dass wir einen größeren Teil unserer vorhandenen elektrischen Leistung für Rechenprozesse verfügbar machen könnten, wenn es uns gelingt, den Energiebedarf für das Wärmemanagement drastisch zu senken. Durch die Partnerschaft mit Duraflow zeigen wir, wie intelligenteres Energiemanagement zu einem wichtigen Wegbereiter für das Wachstum von KI werden kann.“








