Eine internationale Delegation aus Lateinamerika und der Karibik besuchte am 20. Oktober Lund in Schweden, um schwedische Fernkältesysteme und deren Rolle für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu untersuchen. Der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) koordinierte Besuch war Teil des Nordic-LAC District Cooling Innovation Exchange, der von der EU über das Programm Euroclima im Rahmen der Global-Gateway-Strategie finanziert wird.
In Zusammenarbeit mit Alfa Laval und Kraftringen erkundeten die Delegierten schwedische Ansätze für energieeffiziente Kühlung. Das Programm umfasste einen Besuch der Fernkälteanlage von Kraftringen am Universitätsklinikum Lund, die Teil eines der größten zusammenhängenden Fernkältenetze Schwedens ist.
Der Kühlbedarf in Lateinamerika und der Karibik steigt, angetrieben durch den Bedarf im Gesundheitswesen, im Tourismus und in der Wirtschaft, und belastet zugleich die Stromsysteme zusätzlich. Fernkälte bietet in Gebieten mit konzentriertem Bedarf, darunter Krankenhäuser und Geschäftsviertel, eine energieeffiziente Alternative.
„Der Kühlbedarf steigt mit der Urbanisierung und den zunehmenden Temperaturen. Schwedische Lösungen weiterzugeben und gleichzeitig von anderen Ländern zu lernen, ist äußerst wertvoll“, sagte Anna Hall, Head of Public Affairs im Geschäftsbereich Energie von Alfa Laval.
Der Austausch ist Teil des EU-finanzierten Projekts District Cooling in Latin America and the Caribbean, das darauf abzielt, nachhaltige Kühllösungen in der gesamten Region auszuweiten.








