Die Europäische Kommission wird in Kürze einen europäischen Hitzewellenplan vorstellen, der darauf abzielt, Frühwarnsysteme, die gesundheitliche Vorsorge, die Anpassung von Städten und die Kühlung sowie die Unterstützung gefährdeter Menschen zu verbessern. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte den Plan am 16. September in ihrer Rede zur Lage der Union 2026 vor dem Europäischen Parlament an.
Von der Leyen erklärte, Europa habe die heißesten Sommermonate seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt, mit mehr als 35.000 zusätzlichen Todesfällen während Hitzewellen. Sie verwies zudem auf eine gefährliche Überhitzung in Pflegeheimen und Krankenhäusern und erklärte, Europa erwärme sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt.
Die Kommission wird im kommenden Monat außerdem einen neuen Rahmen für Klimaresilienz vorstellen. Darin sollen 100 der am stärksten gefährdeten Gebiete Europas ermittelt sowie die Klimarisiken und die Ebene bewertet werden, auf der diese bewältigt werden sollten. Der Rahmen wird Anpassungstechnologien umfassen, darunter dürreresistente Nutzpflanzen, Hochwasserschutz und energieeffiziente Kühlung.
Die Kommission plant außerdem die Einrichtung einer Climate Insurance Alliance. Von der Leyen zufolge sind derzeit nur rund 25 % der Katastrophenschäden in Europa durch private Versicherungen gedeckt.
„Dieser Sommer darf sich nicht wiederholen. Deshalb werden wir in Kürze auch einen europäischen Hitzewellenplan vorstellen. Wir brauchen bessere Frühwarnsysteme und eine bessere gesundheitliche Vorsorge. Wir brauchen die Anpassung von Städten und Kühlung. Und wir müssen die am stärksten gefährdeten Menschen unterstützen“, sagte von der Leyen.








