Trane Technologies hat die Labordemonstration einer 800-Volt-Gleichstrom-Kühlarchitektur (800 VDC) für KI-Rechenzentren der nächsten Generation und Rechenzentren im Gigawattmaßstab abgeschlossen. Der als Konzeptnachweis eingesetzte Kaltwassersatz lieferte mehr als 1.000 Tonnen (3,5 MW) Kälteleistung und zeigte gegenüber konventionellen AC-Systemen ein Potenzial zur Steigerung der Systemeffizienz um bis zu 2 %.
In Zusammenarbeit mit Eaton Corporation und Danfoss modifizierte Trane Technologies einen bestehenden hocheffizienten Kaltwassersatz für den Betrieb mit einer 800-VDC-Einspeisung. Nach Angaben des Unternehmens reduziert die direkte DC-Einspeisung die Stromumwandlungsverluste, die beim Betrieb von Verdichterantrieben, Pumpen und Ventilatoren in herkömmlichen AC-betriebenen Kühlsystemen entstehen.
Trane Technologies erklärte, dass der nachgewiesene Effizienzgewinn in einem typischen 200-MW-Rechenzentrum bis zu 1,8 MW zusätzliche Kapazität für Rechenleistung verfügbar machen könnte. Nach Angaben des Unternehmens würde dies ausreichen, um bis zu fünfzehn 120-kW-Racks oder bis zu drei 600-kW-Racks zu unterstützen.
Die Demonstration soll die Entwicklung einer DC-betriebenen mechanischen Kühlungsinfrastruktur und integrierter Kaltwassersatzanlagen unterstützen. Das Portfolio von Trane Technologies für das Wärmemanagement in Rechenzentren umfasst außerdem luft- und wassergekühlte Kaltwassersätze, modulare Kühlungs- und Flüssigkühlungsinfrastruktur, Kühlmittelverteilungseinheiten (CDUs), Umluftklimageräte für Rechnerräume (CRAHs), Gebläsekonvektorwände, digitale Zwillingsarchitekturen und automatisierte Regelungen für Kaltwassersatzanlagen.
„Da KI-Arbeitslasten die Leistungsdichte in Rechenzentren auf immer höhere Werte treiben, ist die Optimierung jedes Glieds der Energiekette von entscheidender Bedeutung“, sagte Mauro J. Atalla, Senior Vice President, Chief Technology and Sustainability Officer, Trane Technologies. „Diese Demonstration ist ein wichtiger Fortschritt bei der Neugestaltung der Integration von Kühlungsinfrastruktur in neu entstehende DC-Stromarchitekturen. Indem wir Umwandlungsverluste vermeiden und Systeme für DC-Architekturen mit höheren Spannungen auslegen, helfen wir Betreibern von Rechenzentren, den Strombedarf von Nicht-IT-Ausrüstung zu senken und die Rechenkapazität pro Megawatt zu maximieren.“







