Deutschlands Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche bleibt 2026 wirtschaftlich stabil. Dies geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) hervor. Rund 68 % der befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut, während 5 % sie als schlecht bezeichnen.
Der durchschnittliche Auftragsbestand stieg von 11 Wochen in der Vorjahresumfrage auf 13 Wochen. Gewerbliche Kunden machen 35 % der Aufträge aus, gefolgt von der Industrie mit 28 %, Privatkunden mit 25 % und dem öffentlichen Sektor mit 12 %. Rund 39 % der Befragten geben an, dass der Fachkräftemangel ihre Geschäftstätigkeit einschränkt.
Wärmepumpen für Wohngebäude bleiben ein Geschäftsfeld für Kältefachbetriebe. 38 % der befragten Unternehmen installieren sie derzeit für Privatkunden, weitere 7 % planen den Einstieg in dieses Segment. Die Installation und Wartung von Klimaanlagen bleibt der größte Tätigkeitsbereich der Befragten, gefolgt von der Gewerbekälte.
Der VDKF erwartet, dass die bislang weitgehend stabilen Kältemittelpreise in den kommenden Monaten deutlich steigen werden. Als Gründe nennt der Verband die fortschreitende Verringerung der Verfügbarkeit von F-Gasen und strengere Quotenregelungen. Der Umfrage zufolge halten sich 52 % der Fachbetriebe für in der Lage, Propananlagen zu installieren und zu warten. Bei CO2-Anlagen sind es 38 % und bei Ammoniakanlagen 10 %. Laut VDKF gewinnen die Rückgewinnung und Aufbereitung von Kältemitteln zunehmend an Bedeutung, um die langfristige Materialverfügbarkeit zu sichern.
Die Unternehmensnachfolge ist eine weitere in der Umfrage ermittelte Herausforderung. Unter den Kälte- und Klimafachbetrieben rechnen 28 % innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einer Unternehmensübergabe. Davon erwarten 46 % einen Verkauf an einen externen Nachfolger und 44 % eine interne Nachfolge.








