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EuroShop 2026 zeigt den Wandel der Einzelhandelskälte hin zu CO2 und datenbasierten Lösungen

EuroShop 2026 zeigt den Wandel der Einzelhandelskälte hin zu CO2 und datenbasierten Lösungen
Die EuroShop 2026 in Düsseldorf rückte die Infrastruktur des Einzelhandels wieder in den Mittelpunkt, und die Kältetechnik gehörte zu den deutlichsten Technologiesignalen auf der Ausstellungsfläche. Für Teams in der Gewerbekälte war die Botschaft praxisnah: Einzelhändler wünschen Lösungen, die die Klimaauswirkungen verringern und zugleich messbare Ergebnisse im täglichen Betrieb liefern. CO2 dominierte weiterhin die Diskussionen über „zukunftsfähige“ Systeme, während Propan und Ammoniak als wichtige Optionen für bestimmte Architekturen und Kompaktlösungen in Erscheinung traten.

Ein zweites Thema zog sich durch die Botschaften vieler Aussteller: Kältetechnik wird zunehmend als vernetztes Betriebsmittel verwaltet. Überwachung, schneller Zugriff auf technische Daten und Transparenz beim Energieverbrauch werden zunehmend zu grundlegenden Anforderungen, insbesondere für Betreiber mehrerer Standorte. Gleichzeitig stellten mehrere Aussteller Nachrüstungs- und Modernisierungsmöglichkeiten als realistische Wege dar, um Effizienz und Stabilität zu verbessern, ohne komplette Anlagen ersetzen zu müssen.

Dieser Rückblick auf die Messe basiert ausschließlich auf offiziellen Ausstellermaterialien und nach der Veranstaltung bereitgestellten Informationen zur EuroShop 2026. Er fasst zusammen, was die Unternehmen als neu oder besonders relevant hervorgehoben haben, und gliedert die Inhalte nach den Technologiekategorien, die in diesen Materialien wiederholt vorkamen.

Die Messe im Überblick

Die EuroShop 2026 meldete mehr als 81.000 Besucher und 1.840 Aussteller. Die Teilnehmer kamen aus 141 Ländern, die Aussteller aus 61 Nationen. Der Rückblick des Veranstalters verwies außerdem auf das große Interesse an energieeffizienter Kältetechnik als Teil einer umfassenderen Strategie zur Verbesserung der Marktleistung.

Was auf der EuroShop 2026 besonders auffiel

  • CO2 ist weiterhin der bevorzugte Weg, doch die Architekturen werden vielfältiger. Verflüssigungssätze, transkritische Systeme, integrierte Lösungen und Kompaktkonzepte richteten sich jeweils an unterschiedliche Marktformate und Einführungsstrategien.

  • Die Portfolios für natürliche Kältemittel werden breiter. Neben CO2 nannten die Anbieter Ammoniak, Propan und wasserbasierte Ansätze für Anwendungen, bei denen die Eignung für den jeweiligen Einsatz und die Anforderungen über den Lebenszyklus die Auswahl bestimmen.

  • Bei der Marktleistung rücken Datenzugriff und Überwachung stärker in den Vordergrund. Fernüberwachung, Anlagenplattformen und übergeordnete Steuerungswerkzeuge wurden als praktische Stellhebel für Verfügbarkeit, Servicegeschwindigkeit und Transparenz beim Energieverbrauch positioniert.

  • Nachrüstungen werden sichtbarer. Modernisierungen der Leistungsregelung und stufenweise Konzepte für den Kältemittelwechsel griffen veränderte Marktlasten und Fristen zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben auf.

  • Aussagen zur Effizienz werden zunehmend quantifiziert. Mehrere Aussteller untermauerten ihre Angaben mit messbaren Einsparungen, Änderungen an der Isolierung oder angestrebten Effizienzklassen.

Unternehmensverzeichnis A–Z
AHT Cooling Systems; Arneg Group; BITZER; CIAM; Eliwell; Enex Technologies; Epta; FREOR; LUVE Group; PAN-DUR; Panasonic Heating and Cooling Solutions; Refra.

Kältesysteme mit CO2 und natürlichen Kältemitteln

AHT Cooling Systems

AHT präsentierte integrierte Systemkonzepte für den Lebensmitteleinzelhandel, die vollständig steckerfertige Lösungen, Wasserkreislaufsysteme und externe CO2-Architekturen für verschiedene Marktformate umfassten. Zu den Produkthöhepunkten gehörten CO2-Kühlmöbellösungen wie BOREA Multideck und BOREA Freeze Air. Das Unternehmen positionierte die Integration als Grundlage für einen gleichmäßigen Betrieb in unterschiedlichen Einzelhandelsanwendungen. Ein aktives Überwachungssystem ergänzte das Lösungspaket. Die übergeordnete Botschaft konzentrierte sich darauf, für jedes Einzelhandelsszenario die passende Architektur auszuwählen und gleichzeitig die Leistung für die Betreiber transparent zu halten.

Arneg Group

Arneg stellte auf der EuroShop ein integriertes Ökosystem in den Mittelpunkt, das Kühlmöbelkonzepte, Marktintegration, Überwachung und transkritische CO2-Technologie kombiniert. Das Unternehmen hob intelligente Kühlmöbellösungen wie Tower Ring und Osaka 3 LX Omni Ring hervor, die mit dem Überwachungskonzept Arneg A-Eye gekoppelt wurden. Prisma wurde als Teil der transkritischen CO2-Ausrichtung präsentiert. Die Darstellung verknüpfte diese Elemente über miteinander verbundene Lösungen mit der Senkung des Energieverbrauchs und der betrieblichen Kontinuität.

Weiterführender Artikel: Arneg präsentiert auf der EuroShop 2026 neue Lösungen für effiziente und nachhaltige Kältetechnik 

BITZER

BITZER konzentrierte sich auf CO2-fähige Komponenten und die Leistung über den gesamten Lebenszyklus in der Gewerbekälte. Das Unternehmen zeigte das erste Modell seiner ECOLITE CO2 Verflüssigungssatz-Baureihe als steckerfertigen Einstieg in CO2-Anwendungen. Die Effizienz im Teillastbetrieb und ein stabiler Betrieb wurden mit Funktionen zur Leistungs- und Drehzahlregelung verknüpft. BITZER hob außerdem Nachrüstoptionen in Form von Performance Kits hervor, die zur Modernisierung installierter Verdichter entwickelt wurden, darunter ein Energy Kit für die Nachrüstung einer mechanischen Leistungsregelung. Eine optionale Wärmerückgewinnung wurde als zusätzlicher Stellhebel auf Systemebene zur Verbesserung der Gesamteffizienz präsentiert.

Weiterführender Artikel: Ein Besuch am Stand von BITZER auf der EuroShop 2026: neue CO2-Aggregate und Performance Kits zur Nachrüstung

Enex Technologies

Enex Technologies präsentierte AllInOne-Lösungen mit natürlichen Kältemitteln, die CO2-, Ammoniak-, Propan- und wasserbasierte Technologien umfassen. Das Unternehmen führte die am Stand gezeigten Produkte zusammen mit „virtuellen Aggregaten“ auf, die fortschrittliche Systemkonzepte repräsentierten. Zu den Höhepunkten gehörten CO2- und NH3-Verdampfer sowie ein flacher CO2-Gaskühler. Enex verwies außerdem auf ein Monoblock-Konzept, das die Funktionen eines CO2-Verbunds und eines Gaskühlers in einer kompakten Lösung vereinen soll. Für Ammoniakanwendungen präsentierte das Unternehmen MEGA als kompaktes NH3-Kältesystem, das für kundenspezifische Projekte entwickelt wurde.

Panasonic Heating and Cooling Solutions

Panasonic präsentierte ein Portfolio für die Einzelhandelskälte, das auf CO2-Lösungen und iCOOL-Systemen basiert, und positionierte dezentrale Kältetechnik im Vergleich zu zentralen Verbundarchitekturen als Weg zu höherer Ausfallsicherheit. Das Unternehmen bezeichnete iCO2RE und iCOOL als zentrale Produktlinien und betonte die betriebliche Flexibilität bei der Einführung in Märkten. Darüber hinaus stellte das Unternehmen mit iCOOL SE A2L-ready eine Option für einen stufenweisen Kältemittelwechsel vor, die für die Installation mit HFKW-Kältemitteln und eine spätere Nachrüstung auf A2L ausgelegt ist. Die Botschaft konzentrierte sich auf den schrittweisen Ausbau und ein geringeres Risiko einer vollständigen Systemabschaltung bei dezentralen Ausführungen. In den offiziellen Materialien wurden dazu Leistungsangaben bereitgestellt.

Refra

Refra präsentierte ein modernisiertes transkritisches CO2 Light System für die Einzelhandelskälte und hob dessen Konfigurierbarkeit und Installationsflexibilität hervor. Das modernisierte Konzept ergänzte weitere Rahmenoptionen und optionale Module. Refra positionierte CO2 im Zusammenhang mit der Einhaltung der EU-F-Gas-Vorgaben als zukunftssichere Kältemittelwahl. Eine optionale Wärmerückgewinnung war Teil des Systemkonzepts. Fortschrittliche Regelungsoptionen und Pakete zur Energieüberwachung wurden als Ergänzungen für Leistungstransparenz und Optimierung vorgestellt. 

Kühlmöbel, Kühlinseln, Präsentationsformate und Zugangsgestaltung

AHT Cooling Systems

Die Botschaft von AHT zu Kühlmöbeln war eng mit umfassenderen Lösungen für unterschiedliche Marktformate verknüpft und nicht auf eigenständige Warenpräsentationsmöbel ausgerichtet. Das Unternehmen hob CO2-Kühlmöbellösungen als Teil integrierter Architekturen hervor, die für verschiedene Einzelhandelsszenarien ausgelegt sind. Der Schwerpunkt lag weiterhin auf der Eignung des Systems für den jeweiligen Markttyp und der Fähigkeit, in unterschiedlichen Anwendungen einen stabilen Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Überwachung wurde als praktische Unterstützungsebene positioniert, mit der die Leistung transparent und beherrschbar bleibt.

Arneg Group

Der Schwerpunkt von Arneg auf Kühlmöbeln unterstrich die Positionierung als „Ökosystem“, indem intelligente Warenpräsentationskonzepte mit Marktintegration und Überwachung verknüpft wurden. Das Unternehmen hob neue Kühlmöbelformate hervor, die als Teil vernetzter Lösungen und nicht als isolierte Produktaktualisierungen präsentiert wurden. Die Darstellung verband Innovationen bei Kühlmöbeln mit Ergebnissen in den Bereichen Energie und betriebliche Kontinuität.

CIAM

CIAM präsentierte sein Konzept „Industrial Atelier“ und beschrieb ein integriertes Ökosystem, das die Kompetenzen von CIAM, Criocabin und CierreEsse vereint. Das Unternehmen hob ausgestellte Präsentationslösungen hervor, die auf Leistung, Zuverlässigkeit und die Integration in die Architektur des Lebensmitteleinzelhandels ausgerichtet waren. Zu den genannten Produkten gehörten Exclusive Zero, Jewellery, Brilliant und Ice Queen. Das Konzept wurde als Übertragung maßgeschneiderter Gestaltung auf einen Systemansatz dargestellt. In den bereitgestellten Materialien nach der Messe wurden keine Kältemittel genannt.

Epta

Epta stellte auf der EuroShop ganzheitliche Lösungen in den Mittelpunkt, die Hardware, Software, Kompetenzen und Beratung kombinieren. Das Unternehmen hob die vertikalen Pluskühlmöbel Zenith mit einem würfelförmigen Transparenzkonzept und einer gegenüber früheren Lösungen vergrößerten Ausstellungsfläche hervor. Epta führte außerdem MyEpta als Plattform für den Zugriff auf technische Daten und Unterstützung über Asset ID und Store ID ein, einschließlich NFC-basiertem Zugriff. Die Materialien enthielten quantifizierte Angaben zur Effizienz und Gestaltung, etwa zu Änderungen der Isolierungsstärke und ausgewiesenen Einsparungen gegenüber Referenzkonfigurationen. MyEpta wurde als Lösung positioniert, die ohne zusätzliche Konnektivität oder Hardware den Zugriff auf Dokumentation und KPIs ermöglicht.

Weiterführender Artikel: Epta hebt auf der EuroShop das Kühlmöbel Zenit und die Vereinbarung mit HAUSER hervor

FREOR

FREOR hob die auf der EuroShop 2026 eingeführten ENERGY-Gerätemodelle hervor und positionierte sie mit Blick auf eine verbesserte Energieeffizienz. Das Unternehmen führte mehrere Konfigurationen von Kühlmöbeln, Kühlinseln und Kühltheken für die Präsentation frischer und tiefgekühlter Waren auf. Hydroloop Monoblock wurde für kleine und mittelgroße Kühlräume vorgestellt, die an eine mit R290 betriebene Produktlinie angeschlossen sind. FREOR Glass Doors waren ebenfalls Teil des Lösungsangebots. Den Angaben in den Materialien zufolge erreichen ENERGY-Modelle eine um bis zu 50 % höhere Energieeffizienz als Standardmodelle. Die übergeordnete Botschaft konzentrierte sich auf anpassbare Formate für unterschiedliche Marktgrößen und die Eignung für natürliche Kältemittel.

LUVE Group

LUVE beschrieb als Schwerpunkt auf der EuroShop die Auslegung von Wärmeübertragern und positionierte einen Giant S Gaskühler für transkritische CO2-Anwendungen, während zugleich auf die Eignung für R290 und A3-Kältemittel verwiesen wurde. Über TGD hob das Unternehmen Entwicklungen bei Kühlmöbeltüren hervor, darunter Vakuumglaskonzepte und zusätzliche Türbaureihen. Essenzia wurde als während der Messe eingeführtes Produkt beschrieben. Die Darstellung betonte Effizienz, Kompaktheit und Leistung und enthielt qualitative Hinweise auf Prüf- und Spezifikationsarbeiten. 

PAN-DUR

PAN-DUR hob Coollift als Kühlmöbelkonzept mit vertikal öffnender Türtechnologie hervor. Das System wurde mit Blick auf Energieeffizienz, Ergonomie und Warenpräsentation positioniert und als „weltweit erste“ Innovation beschrieben. Hinweise nach der Messe verwiesen auf großes Besucherinteresse und Projektanfragen. Die zentrale Botschaft konzentrierte sich auf die Zugangsgestaltung und die Raumnutzungslogik für Wandkühlregale.

Regelung, Überwachung und Energiemanagement

AHT Cooling Systems

AHT positionierte die Überwachung als praktischen Wegbereiter innerhalb integrierter Systemkonzepte für den Einzelhandel. Die Überwachungsebene wurde als Unterstützung für Transparenz und Leistungsmanagement über verschiedene Marktformate und Architekturen hinweg präsentiert. Die Botschaft verknüpfte die Überwachung mit der täglichen Betriebsführung, anstatt sie als eigenständige Funktion darzustellen.

BITZER

BITZER stellte die Leistungsregelung als direkten Stellhebel für die Effizienz im Teillastbetrieb und einen stabilen Betrieb dar. Modulbasierte Funktionen und die Drehzahlregelung wurden als Möglichkeiten positioniert, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die Verfügbarkeit aufrechtzuerhalten. Nachrüstsätze wurden als praktischer Weg hervorgehoben, um installierte Verdichter um Funktionen zur Leistungsregelung zu ergänzen. Die Materialien verwiesen außerdem auf Integrationskonzepte, mit denen Betriebsdaten und Warnmeldungen in umfassendere Regelungsstrategien eingebunden werden können.

Eliwell (mit Schneider Electric)

Eliwell präsentierte eine integrierte Vision für das Energiemanagement im Lebensmitteleinzelhandel, die von der fortschrittlichen Kälteregelung bis zur Überwachung des Gebäudeenergieverbrauchs reicht. Refrigeration Expert XP v1.4 wurde mit neuen Funktionen wie der automatischen Erkennung von Reglerkonfigurationen und der Verwaltung von Geräteprofilen gezeigt. Eliwell AIR unterstützte das HACCP-orientierte Herunterladen von Daten und die Berichterstellung für steckerfertige Kühlmöbel. EWNext 1000 wurde für variable Lasten und die kombinierte Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit positioniert. Fernüberwachung und Fernwartung wurden als praktische Werkzeuge für kleine Kältesysteme präsentiert und durch quantifizierte Angaben zur Senkung des Energieverbrauchs aus einem Projektbeispiel untermauert.

Epta

Die Botschaft von Epta zu Regelung und Daten konzentrierte sich darauf, den technischen Zugriff und Serviceeinsätze durch MyEpta zu vereinfachen. Der NFC-basierte Zugriff über Asset ID und Ansichten auf Marktebene über Store ID wurden als praktische Möglichkeiten positioniert, um den Beteiligten Handbücher, KPIs und Dokumentation bereitzustellen. Der Ansatz wurde als Möglichkeit dargestellt, Hindernisse bei Service und Betrieb zu verringern, ohne zusätzliche Hardware zu erfordern.

Refra

Refra präsentierte Regelung und Energietransparenz als optionale Elemente innerhalb des CO2 Light Systemkonzepts. Fortschrittliche Regelungsoptionen und Pakete zur Energieüberwachung wurden als Ergänzungen positioniert, die Leistungstransparenz und Optimierung unterstützen.

Refindustry hat zur Einreichung von Fallstudien für die nächste CO2 Special Edition des Refrigeration Industry Magazine aufgerufen

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