Österreichs erstes DGNB-Gold-zertifiziertes Tiefkühllager wurde in Loosdorf, Niederösterreich, eröffnet. Die von F & S Real Estate Solutions GmbH und Schisernig Real Estate Investor entwickelte Anlage bietet im Green Logistics Park mehr als 4.500 m² (48.438 sq ft) Nutzfläche. Die Projektentwickler übergaben das Gebäude an GMS Gourmet GmbH, einen österreichischen Anbieter von Lösungen für Gemeinschaftsverpflegung, Catering und Foodservice.
Die Anlage ist für den Betrieb bei Temperaturen von bis zu -22°C (-7,6°F) ausgelegt, was besondere Anforderungen an die Wärmedämmung stellt. Eine Photovoltaikanlage mit 1,2 MW deckt rund 75 % des gesamten Stromverbrauchs des Lagers. Der Standort verfügt zudem über eine Notstromversorgung, die Hannes Hasibar, Geschäftsführer von GMS Gourmet, als wichtigen Faktor für die Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit unter schwierigen Bedingungen bezeichnete.
Das Gebäude erhielt im Bewertungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), das technische, ökologische, wirtschaftliche und soziokulturelle Aspekte von Bauprojekten bewertet, eine Gold-Zertifizierung. Laut Alexander Liebewein, Geschäftsführer von F & S Solutions, waren die Projektentwickler zudem bestrebt, die Erdbewegungen bei den Aushubarbeiten zu minimieren und den Aushub vor Ort wiederzuverwenden.
Mit dem Lager ist die Entwicklung des Gewerbegebiets vorläufig abgeschlossen. In den vergangenen fünf Jahren haben die Projektentwickler rund EUR 110 Millionen (etwa USD 128 Millionen) in den Standort investiert. Walter Schisernig, einer der Projektentwickler, betonte die Bedeutung von Nachhaltigkeitsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Immobilie für den langfristigen Vermögenswert und die Gebäudequalität.
Der Abschluss des Projekts hat zudem die Diskussionen über die Entwicklung der Logistikinfrastruktur in Österreich neu belebt. Der Loosdorfer Bürgermeister Thomas Vasku forderte eine abgestimmte Planung zwischen den Gemeinden, um die Bodenversiegelung zu reduzieren und die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen zu verbessern. Schisernig verwies außerdem auf langwierige Genehmigungsverfahren als Hindernis bei der Deckung der Nachfrage nach Logistikimmobilien.








