Daikin wird auf der SMM 2026 ein neues Konzept für einen gleichstrombetriebenen Kaltwassersatz zur Integration in bordseitige DC-Stromversorgungssysteme der nächsten Generation vorstellen. Die Lösung ist für Hybrid-, Elektro- und Forschungsschiffe vorgesehen, deren Architekturen Batterien, Brennstoffzellen, DC-Erzeugung und erneuerbare Energiequellen kombinieren können.
Das Konzept kombiniert die Marine-Kaltwassersatztechnologie von Daikin mit einem speziellen DC/AC-Wechselrichter und einer Vorlade-Architektur. Der direkte Anschluss an die bordseitige DC-Verteilung kann die Zahl der Stromumwandlungsstufen zwischen Energiequellen und Verdichterantrieben reduzieren, Transformatorverluste vermeiden und das Stromqualitätsmanagement durch den Wegfall ausgewählter AC-Umwandlungsstufen vereinfachen.
Nach Angaben von Daikin kann die Architektur die elektrische Integration vereinfachen, den Platzbedarf der Anlagen reduzieren und kompaktere HLK-Installationen ermöglichen. Sie soll Werften und Systemintegratoren größere Flexibilität bei der Entwicklung von Schiffen mit integrierten DC-Netzen bieten.
Daikin meldet eine installierte Marine-Kälteleistung von mehr als 300 MW (etwa 1,02 Milliarden BTU/h) auf Kreuzfahrtschiffen, Fähren, Megayachten, Offshore-Plattformen, Tauch- und Rettungsschiffen, Forschungsschiffen sowie in weiteren Spezialprojekten. Die wassergekühlten Marine-Kaltwassersätze des Unternehmens decken einen Bereich von etwa 90 kW (307.000 BTU/h) bis 9 MW (30,7 Millionen BTU/h) ab und umfassen Inverter-Schrauben- und Radialverdichtertechnologien.
Je nach Projektanforderungen können die Geräte mit CuNi-Seewasserverflüssigern, roll- und stampfbewegungsbeständigen Ausführungen, Korrosionsschutz, Zertifizierungen durch Klassifikationsgesellschaften sowie bordseitigen elektrischen Konfigurationen bis 1.050 VDC ausgeführt werden. Daikin führt vor der Auslieferung zudem Factory Acceptance Tests durch, einschließlich Tests im Beisein von Werften, Eignern und Klassifikationsgesellschaften.






